Heidi und die Brandstifter

Schön geschriebene Reportage der ZEIT über eine Parallelgesellschaft, in der extrem deutsche Deutsche ihre Kinder noch ein bisschen deutscher machen wollen.

    ↳ Wenn Heidi Benneckenstein Berichte aus diesen Orten anschaut, muss sie an früher denken. Wenn sie sieht, wie die Menschen bei Pegida-Demonstrationen in Dresden, München und Schwerin auf die Straße gehen, erkennt sie darin mehr als die meisten anderen Zuschauer. Für sie sind das keine spontanen Ansammlungen vermeintlich „besorgter Bürger“, es ist auch kein unkontrollierter Hass gegenüber Asylsuchenden. Heidi erkennt in der Menge einzelne Gesichter aus ihrer Kindheit. Und sie sieht einen Plan, der hinter dem scheinbar spontan aufkommenden Fremdenhass steht. Sie sieht Menschen, die zur Wendezeit Kinder waren und die zu Nazis erzogen wurden. Menschen, die sind, wie sie selbst einmal war, wie sie noch heute sein könnte.


Warum das Sommermärchen keines war

War doch eigentlich klar, dass das nicht die zuckersüße Superduper-Geschichte war, oder. Erinnert mich daran, dass ich damals schon was dazu hier hatte.

    ↳ Es war dies die kurze Begegnung mit einem Skandal, dessen Breitenwirkung sich erst allmählich entfaltete, der inzwischen aber den Rückschluss zulässt, dass das deutsche WM-OK sich zu keinem Zeitpunkt dem Trugschluss hingegeben hatte, die Wahlmänner im FIFA-Exekutivkomitee allein mit ein paar duften Argumenten vom WM-Standort Deutschland überzeugen zu können. So weit so schmutzig. Einen erfreulichen Nebenaspekt hat die ganze Affäre dennoch. Nämlich jenen, dass die klebrige Legende vom sogenannten Sommermärchen auf ein halbwegs erträgliches Normalmaß zurückgestutzt werden kann.


Charlie Brown Never Found His Little Red-Haired Girl, but We Did

Im Cartoon ist das kleine rothaarige Mädchen nie zu sehen gewesen, Charlie Brown hat immer nur von ihr geschwärmt. Das ändert sich im neuen Peanuts-Film, weshalb Vanity Fair das Mädchen besucht hat, das Charles M. Schulz damals im Kopf hatte und wohl auch nie aus dem Kopf bekam.

    ↳ One of Mrs. Wold’s fondest memories happens to be of a relationship she had with another man more than half a century ago. She still has a few reminders of him and that time: a scrawled-upon 1950 desk diary, a music box, and a large collection of decades’ worth of Peanuts comic strips, cut out from the pages of The Minneapolis Star Tribune, many of which revolve around a pretty redhead.

The strips have a special significance for Mrs. Wold. Around the peak of its popularity, Peanuts was published in 2,600 newspapers in 75 countries in 21 languages with a readership of 355 million. And yet, every now and then, it was a secret romantic correspondence, imbued with a hidden meaning only truly understood by its creator and one other person.

“It was the story of his life and mine,” Mrs. Wold says.


Ich kann IKEA nicht leiden

Was passiert wohl, wenn wir einen bekannten Vollkontaktzyniker wie den Kiezneurotiker zu Ikea schicken? Klarer Fall: Wir haben eine Menge Spaß.

    ↳ Flashback. Es ist Berlin-Lichtenberg. Im Herbst. Die Sonne scheint. Ich bin auf dem Weg zu IKEA, das irgendwelche Debiljö Sitzelemente im Angebot hat. Sieht gut aus, will ich haben. Kann ich brauchen. Will ich kaufen. Parken. Rein. Raus. Gone in 6 minutes. So war mein Plan.

Haha. Hahaha. Mopf Mopf. Six minutes. Bei IKEA. Au mein Hirn. Nach einer Viertelstunde in dieser Blechkistenhölle nur noch eine eitrige Beule. Ich habe es wundgeparkt. Debilgekurbelt. Auf dem Parkplatz.

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