Requiem am Fleischwolf – Der Tod einer Dorfmetzgerei

Ich bin genauso mitschuldig, wie viele von euch sicher auch. Es ist einfach so verdammt bequem, eben nur an die Fleischtheke bei Discounter zu gehen. Oft kriegt man es auch zeitlich nicht anders hin, denn die großen Märkte punkten natürlich auch, und bei mir ganz besonders, mit ihren Öffnungszeiten. Aber man muss sich die Zeit auch einfach nehmen, wenn man sich selbst etwas erhalten will, dass man dann doch wichtig findet. Bevor es das nicht mehr gibt.
    ↳ Nachdem nun klar ist, dass Schuss ist, erinnern sich auf einmal alle im Dorf, wie schön es doch war mit dem Metzger Jankauski gleich um die Ecke, bei dem man neben frischer Wurst auch frisch gebackenes Brot kaufen konnte.
Auch der Bäcker hat die Preisschlacht nicht überlebt. Beide Handwerkstraditionen sind für immer aus dem Dorf verschwunden. Getilgt durch Missachtung.


Das Leben ist keine ausgeglichene Bilanz

Ja, man kann sich mit allem Stress machen. Auch mit der Stressvermeidung.
    ↳ Je länger ich mich selbst beobachte, desto mehr komme ich zu dem Schluss, dass es (für mich) gar nicht zielführend ist, ständig auf der Suche nach dem Ausgleich zu sein. Vielmehr blockiere ich mich damit oft selbst, schüre Unzufriedenheiten, die es gar nicht gäbe, würde ich nicht selbst permanent von mir fordern, ausgeglichen sein zu müssen.


E.T. II: Nocturnal Fears

Klaro, dass eine Fortsetzung von E.T. mal gedacht war, hab ich schon früher mal gehört. Aber erst jetzt bin ich über den Entwurf der Handlung gestolpert. Sowas funktioniert ja auch wunderbar als Kurzgeschichte.
    ↳ The spaceship, nestled in the forest clearing surrounded by massive Redwoods, seems to be showing signs of life. Movement can be detected within the ship.

The aliens onboard are EVIL. They have landed on Earth in response to distress signals designating its present coordinates. These aliens are searching for a stranded extraterrestrial named Zrek, who is sending a call for „Help.“


Poor Little Rich Women

Kann man machen. Sich die Parallelgesellschaft der reichen Hausfrauen des Stammes der Investmentbanker durch die Brille einer Ethnologin angucken. Durchaus interessant.
    ↳ Then I met the women I came to call the Glam SAHMs, for glamorous stay-at-home-moms, of my new habitat. My culture shock was immediate and comprehensive. In a country where women now outpace men in college completion, continue to increase their participation in the labor force and make gains toward equal pay, it was a shock to discover that the most elite stratum of all is a glittering, moneyed backwater.


Becks, der Bienenkönig

Das Leben schreibt nicht einfach nur die besten Geschichten, es rüllt sie einem entgegen.
    ↳ Eine Stunde später. Beck erklärte gerade Yvonne, es sei alles glatt gelaufen auf dem Amt, als das Sondereinsatzkommando vor der Tür stand und sich Zutritt verschaffte, in schwarzer Sturmhaube und mit Maschinenpistole. Bei der anschliessenden Hausdurchsuchung wurde die Knarre nicht gefunden, und Becks behauptete, es habe sich ohnehin nur um eine Wasserpistole und einen Scherz gehandelt.

“Die wollten mir versuchte Geiselnahme reindrücken, mit ner Spielzeugpistole wäre das nur Nötigung gewesen. Dass ich ihm die Knarre ins Maul geschoben hab, konnten sie mir nicht nachweisen. Da stand Aussage gegen Aussage.”


Der Ehrgeiz des Stefan Raab

Tja, anfangs haben wir uns noch jede Woche in der Wohnheimküche versammelt, um TV Total im Rudel zu gucken, weil es am nächsten Tag eh das Thema war.
    ↳ Und wenn Wolfgang Link, der Geschäftsführer von ProSiebenSat.1, in der Pressemitteilung zum Abschied mit den Worten zitiert wird, „‚Schlag den Raab‘ hat die Samstagabend-Unterhaltung verändert“, ist das sogar eine Untertreibung. „Schlag den Raab“ hat gezeigt, dass sich das totgeglaubte Genre der Samstagabendshow wiederbeleben lässt. Er hat ein Gemeinschaftserlebnis geschaffen, wie man es dem Medium Fernsehen sonst kaum noch zugetraut hätte, wenn viele Menschen gemeinsam nachts um 1 zusehen, wie zwei Leute vermeintlich unspektakuläre, theoretisch unendlich dröge Geschicklichkeitsspiele gegeneinander spielen, bei denen nichts passiert außer alles.

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