Es gibt einen Ort, an dem alles anders ist. Einen Ort, der sich den normalen Regeln menschlichen Zusammenlebens lachend widersetzt und der Vernunft ins weinende Auge spuckt. Es ist ein Ort, den wir alle kennen: der Arbeitsplatz, in heutiger Zeit für viele von uns gleichbedeutend mit dem Büro.

Es ist ein Ort, der seine eigenen Regeln und Gesetze hat, an dem Dinge passieren, von denen draußen niemand erfährt, weil wir niemals ein Wort darüber verlieren würden. Hier heißt es fressen oder gefressen werden. Hier gehört man entweder zu den Leuten, die den Ton angeben, die sagen wo’s langgeht und wer zuerst an der Kaffeemaschine dran ist. Oder aber zu den bedauernswerten Kreaturen, deren Ausdrucke immer in der Datentonne landen und die nie den letzten Pudding in der Kantine bekommen, weil sich einer der Alphakollegen mal wieder zwei der leckeren Kalorienbomben geschnappt hat, um noch tiefer ins arbeitsverhindernde Fresskoma zu fallen, das im besten Fall bis kurz vor Feierabend anhält.

In dieser Welt spielt unser heutiger kleiner Kurzfilm, in dem man sich mit ein bisschen Pech durchaus wiederfinden kann. Das ist so behämmert, dass es realistischer kaum sein könnte.

They say a picture paints a thousand words. Sometimes its better to keep your mouth shut.

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Drawcard ist ein Kurzfilm von Antonio Oreña-Barlin.

(via shortoftheweek.com)

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