Graffiti ist jetzt nicht unbedingt mein Steckenpferd. Klar, ich mag gut gemachte bunte Wände – tolle Bilder lieber als krüppelige und langweilige Tags. Aber mehr als ein Lächeln ist dann leider nicht drin. Der Zug fährt weiter, die Ampel springt auf Grün, ich hab’s eilig und bin schon wieder weg. Ausnahmen bestätigen die Regel: 1, 2.
Aber man soll ja an seinem Horizont rumschrauben und ihn im besten Falle dabei ein bisschen erweitern. Als Kai mir ne Mail geschickt hat mit der Bitte, ich möchte mir doch mal seine kurze Doku BERLINSTYLE angucken, war das ein willkommener Anlass, mal ein bisschen abzutauchen und zu gucken, was hinter so mancher dieser bunten Wände steckt.
Wer ein Faible für Kunst im Allgemeinen und StreetArt und Graffiti im Speziellen hat und gerne öfter mal was über die Beweggründe und Hintergründe der Menschen erfährt, die so sehr für ihre Sache brennen, dass sie nicht nur auch mal an nem Sonntag vor 12 Uhr aufstehen, um was zu sprühen, sondern ihr ganzes Leben um ihre Kunst, ihre Lieblings-Ausdrucksform herum bauen, der sollte sich diese Viertelstunde einfach mal nehmen und angucken.
Wir werden mit so vielen englischsprachigen Dokus vollgeballert, dass es auch mal erfrischend ist, ne Doku auf Deutsch zu gucken und irgendwann festzustellen, das man die Untertitel, die in diesem Fall auf Englisch sind, gar nicht braucht. Konditionierung, olé! :D
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BERLINSTYLE ist eine Doku von Kai Imhof.
Titelbild: © Kai Imhof
[…] Grundsätzlich mag ich sie ja, manchmal gehen sie mir aber einfach nur auf den Sack. Kann ich in der Bahn zum Beispiel nicht mehr […]
[…] Haltestelle aus der Nachbarschaft ja schonmal hier, damals noch vor der Renovierung. Ich hab zu Graffiti ja ein zwiespältiges Verhältnis. Sind sie gut gemacht, bin ich dabei. Sind sie aber beschissen […]