Das ist doch jetzt bitte nicht sein Ernst, höre ich die bedauernswerten Menschen in der Niveausicherungsabteilung der Internetaufsicht stöhnen, als sie erfahren, dass ich ihnen heute einen Kurzfilm namens Angst, Pisse und Scheiße vorlege. Selbstverständlich nicht, ohne den Hinweis „Achtung, Kunst!“ schön mittig auf dem Antrag zu platzieren.

Augen rollen, Schläfen schwitzen, Kulis werden nervös erst geklickt und dann auch wieder geklackt, aber es führt kein Weg dran vorbei. Die tapferen SachbearbeiterInnen der NsAIa im Ministerium für Wahrheit müssen sich mit mir hinsetzen und den heutigen Beitrag von vorne bis hinten gucken.

Ich kann sie ja schon ein bisschen verstehen, schließlich hab ich ihnen im Laufe der letzten fast 16 Jahre schon so einiges zugemutet, gewiss auch schlimmeres als das hier, aber die Summe macht sich dann doch bemerkbar und sie erwarten jeden Tag das Schlimmste. Wenn sie wüssten unter welchen Druck mich das setzt. Fürchterlich.

Dabei ist das hier doch eigentlich auch nur ein Film über zwei Menschen, die sich mal lieb hatten und jetzt ihre Probleme haben, diesen Zustand aufrechtzuerhalten bzw ihn wiederzubeleben. Das sind doch immerhin ganz reale Probleme, die jeder von uns haben könnte, wenn er sie nicht schon längst sogar selbst durchlebt hat. Und ja, natürlich sind unsere Protagonisten ein bisschen anders. Über ganz normale Menschen wie dich und mich werden ja scheinbar keine Filme gedreht. Das will ja dann auch keiner sehen.


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Angst, Piss & Drid ist ein Kurzfilm von Fredrik S. Hana, dem wir auch schon Sister Hell zu verdanken haben.

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