Es gibt sicher schlechtere Städte als Paris, um dort zu leben. Auch über eine feudale Wohnung mitten in dieser tollen Stadt wird sich niemand beschweren. Es kann einen schlechter treffen als in einer solchen Situation, um die einen recht viele Leute beneiden dürfen. Dumm nur, wenn da erstens aber keine Leute sind und man sich zweitens eben genau diese Leute wünscht. Dumm, wenn man einsam ist, aber nicht einsam sein möchte.

Wo die Leute alle hin sind und weshalb man den Roboter L3.0 zurückgelassen hat, wird uns nicht verraten, wohl aber, dass L3.0 ein einsamer kleiner Typ aus Blech ist, der eigentlich nur jemanden braucht, der mit ihm spielt. Wie wir alle.

Also macht er sich auf die Suche. Würde das nicht jeder von uns machen?


(Kein Kurzfilm im Feed-Reader zu sehen? Dann einfach hier klicken und im Blog angucken!)

L3.0 ist ein Kurzfilm von Alexis Decelle, Cyril Declercq, Vincent Defour und Pierre Jury.

(via mindsdelight.de)

Erinnert mich gerade gegen Ende doch an den Kurzfilm Space Alone und an den Kurzfilm The Terrible Thing of Alpha-9!


Das Titelbild basiert auf folgendem Werk: Robot von The Noun Project, veröffentlicht  unter CC BY 3.0

2 KOMMENTARE

  1. Irgendwie sitzen wir doch alle im Gefängnis. Nur die Größe unserer Zellen sind verschieden. Wer den Kleinen mit Kindchenschema (geht immer) allein gelassen hat, vermag ich nicht zu sagen. Wenn er aber für jedes Lebewesen, dass durch seinen Wunsch einen Spielkamerad zu haben das Leben ließ, einen papierenen Pendant gefaltet hat, dann könnte es aber auch sein, dass Paris eben deshalb so verlassen ist, wie hier im Video. Ich weiß nicht warum, aber irgendwie erinnert mich dieser kleine Roboter an …

    … uns.

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