In ner WG nicht einfach nur zu wohnen, sondern so richtig darin zu leben, so mit allem drum und dran, das ist nicht unbedingt was für jeden. Das muss man können. Und man muss das wollen. Wobei man lernen kann, das zu wollen.

Ne gute WG hat schon aus so manchem Skeptiker, der eigentlich eher widerwillig sein WG-Zimmer bezieht, weil er sich das coole Appartement nicht (mehr) leisten kann, nen glühenden Anhänger des quasi-familiären Zusammenlebens gemacht.

Aber irgendwann – und das sage ich als jemand, der es immer geliebt hat in einer interessanten und harmonischen WG zu leben – irgendwann ist auch mal gut. Eines Tages stellt man fest, das irgendwas anders ist. Jetzt nicht um hundertachtzig Grad gedreht, aber eben auch nicht mehr so wie vorher. Das hat vielleicht schon früher angefangen und hat sich immer mal wieder ein Stück verschoben, aber man merkt es halt erst dann, wenn es zu spät oder kurz davor ist.

Das heißt aber noch lange nicht, dass es dann auch einfach ist, zu gehen. Je enger man ist, je eingespielter die Gruppe ist, umso schlimmer wird es.

Christian, Olaf, Ulrich, Lothar und Dr.Schiwago, der Goldfisch. So wohnt und lebt die Gruppe, inzwischen alte Männer, seit 26 Jahren auf einem U-Boot. Die Männer haben es sich gemütlich gemacht; das Innere des U-Boots gleicht einer Studenten-WG aus den 1970ern: Es gibt einen kleinen Garten, eine Hängematte, bunte Teppiche, gemeinsame Filmabende und Rockmusik! Aber eines Tages wird die Routine an Bord unterbrochen: Dr. Schiwago schwimmt tot in seinem Glas. Während die Anderen die böse Überraschung gut wegstecken, kann Christian seine Zweifel an der Situation nicht mehr unterdrücken. Und so verläuft die Geburtstagsfeier am nächsten Tag anders als geplant…

Dr. Schiwago ist tot ist ein Kurzfilm von Hannes Maar, der hier schon mal mit einem Kurzfilm mit WG-Bezug auffällig geworden ist:

Ich konnte mich nicht wirklich gut entscheiden, welches Titelbild ich jetzt nehmen soll, da ich zwei Versionen gestrickt hatte, die mir beide gefallen. Und da ich’s nun schon hab und hier tun uns lassen kann, was ich will, kleb ich es noch ganz zum Schluss hier drunter.

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