Strafe muss sein, soviel ist klar. Aber irgendwann muss auch mal gut sein, das haben wir eigentlich im Laufe der Zeit auch gelernt. Nicht ohne Grund haben die zivilisierteren Gesellschaften Selbstjustiz, Folter und Todesstrafe hinter sich gelassen.

Machen wir uns nix vor. Der Einzelne wird immer wieder versuchen Selbstjustiz zu übern und nach der Todesstrafe rufen. Greift meine Familie an und fragt mich dann nach rechtsstaatlichen Prinzipien. Aber das ist normal, das ist menschlich. Und aus genau diesem Grund muss die Gesellschaft als Ganzes besser sein als das Individuum. Wir müssen uns gegenseitig ausbremsen.

Aber was, wenn der Staat diesem allzu menschlichen Ruf nach Rache Folge leistet? Wie könnte das aussehen, wenn wir eine institutionalisierte Vergeltung etablieren? Nicht eine, die kühl und schnell Fakten schafft, sondern eine, die sich Zeit nimmt. Vergeltung, die unerbittlich und ohne Gnade ausgeübt wird. Mit Geduld. Von Staats wegen.

Es könnte so aussehen wie im folgenden Kurzfilm.

The Disappearance of Willie Bingham ist ein Kurzfilm von Matt Richards.

(via shortoftheweek.com)

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