Vollkommen orientierungslos durchs Leben zu irren gehört nicht unbedingt zu den Zuständen, in denen wir uns wiederfinden möchten. Sicher doch, es gibt da immer wieder Szenen, die für großes Gelächter sorgen können. Wie das eine Mal, als ich im Winter nur mit einer Unterhose bekleidet vor meiner Haustür am Ring wach wurde. Die Kirchgänger – es war Sonntag Morgen – hatten durchaus ihren Spaß. Ich jedoch nicht so wirklich.

Für einen der Beteiligten ist es nämlich oft alles andere als lustig oder unterhaltsam. Ich hab mir den Arsch abgefroren. Aber gut. War zwar irgendwie peinlich, ich hab’s aber überlebt.

Viel schlimmer ist es doch, voller Angst irgendwo zu landen und nicht mehr zu wissen, was überhaupt los ist. Nicht nur die Frage, wo man eigentlich ist, muss beantwortet werden. Auch auf die durchaus naheliegende Frage, wer man denn überhaupt ist, bleibt einem nicht viel zu sagen. Irgendwo im Hinterkopf dämmert es langsam. Irgendwas war mit diesem Ort, irgendwas ist immer noch. Aber was nur?

Welches böse Spiel wird hier eigentlich mit einem gespielt? Werden wir es je herausfinden? Und was wird dann sein, was wird aus uns werden?

Geist ist ein Kurzfilm von Alex Sherwood, Ben Harper und Sean Mullen.

(via shortoftheweek.com)

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