Mit der Ehrlichkeit ist so ne Sache. Eigentlich legen wir alle ziemlich viel Wert darauf, zumindest in meiner kleinen Traumwelt, auf der anderen Seite aber ist die Ehrlichkeit meist das erste Opfer im alltäglichen Kampf gegen das erdrückende Grau des Alltags.

Sind wir mal nicht ehrlich, und das passiert weit häufiger als den Aufrechten unter uns lieb sein kann, dann plagt uns fortan ein schlechtes Gewissen. Wir fühlen uns schuldig, selbst wenn wir vielleicht nur eine Notlüge in die Welt gelassen haben. Eigentlich nur ne Kleinigkeit, die trotzdem ziemlich an uns nagen kann.

Schleppt man größere Lügen mit sich rum, wird das schnell zur Last, die einem immer schwerer zu schaffen macht. Irgendwann, bald, das nehmen wir uns zumindest immer vor, machen wir reinen Tisch. Tabula Rasa, ganz klassisch. Eventuell auch einen kleinen Ausflug nach Canossa. Kommt drauf an, was wir ausgefressen haben.

Irgendwann ist gut. Eilt ja nicht. Bis, ja, bis der Moment kommt, an dem uns klar wird, dass wir gar keine Ewigkeit haben, um bestimmte Sachen aus der Welt zu schaffen oder wenigstens geraderücken zu können.

Dann ist sie plötzlich da – die Drucksituation, die wir immer vermeiden wollten. Der Moment, für den uns die Worte fehlen, als hätten wir nie welche gelernt. Der Moment, in dem wir so viel sagen wollen, aber nicht können. In dem wir aber auch vielleicht gar nichts aussprechen müssen, um alles zu sagen.


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Faded ist ein so ruhiger wie schöner Kurzfilm von Romina Schade. Drüben bei den Leuten von Treehauz-Media, die die Produktion mit ihr gewuppt haben, erzählt Romina noch ein bisschen zu ihrem Kurzfilm. Wenn man ihn gemocht hat, lohnt sich das. Aber was soll man hier nicht mögen? Eben.

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