Hattet ihr schonmal Schluckauf? Jetzt nicht so eine Kinderscheiße, die nach 15 Minuten vorbei ist, weil jemand laut Ficken! gesagt hat und man sich so darüber erschrocken hat, dass alles wie weggeblasen war.

Ich meine richtigen, ernsthaften Schluck auf. Für Profis, Champions League-Schluckauf direkt aus der Hölle der Eingeweide.

Schluckauf, der so schlimm ist, dass sich der Körper nach einer gewissen Zeit des ständigen Zusammenkrampfens nicht mehr anders zu helfen weiß als jegliche Nahrungsaufnahme zu verweigern und mit sofortiger oraler Übergabe an den großen Keramikaltar quittiert, vor dem man dann ausgelaugt und verzweifelt kniet. Man kann ja eh nicht schlafen und hält sich dann eben sicherheitshalber im Bad auf.

So einen Schluckauf meine ich.

Mein Rekord liegt bei einer Zeitspanne von Freitag 17 Uhr bis Montag circa 5 Uhr. Ja, ich habe alles ausprobiert. Zucker fressen, erschrecken, Luft anhalten, in eine Tüte atmen, im Kopfstand trinken, Ablenkung durch Schmerz, Vollrausch… Ich hab alles durch.

Irgendwann war es dann einfach vorbei, nachdem ich vollkommen übermüdet zusammengebrochen bin. Ich wurde wach und weg war er. Ich war der glücklichste Mensch der Welt. Mindestens.

Aber spätestens Sonntag Mittag wäre ich bereit gewesen, alles auszuprobieren. Ohne Rücksicht auf Verluste. Man steht kurz vor dem Durchdrehen und ist zu so gut wie allem fähig. Hauptsache, es verspricht Linderung. Es muss keinen Sinn ergeben. Hauptsache, dieser verdammte Schluckauf hört endlich auf!


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Hiccup ist ein Kurzfilm von Griffin Devine und Alyssa Radmand.

(via shortoftheweek.com)

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