Habt ihr auch manchmal dieses seltsame Gefühl? Diesen undefinierten Drang, mal so richtig Dampf abzulassen? Nicht nur einfach wild durch die Gegend zu rennen und alles kurz und klein zu schlagen, sondern so richtig.

Ihr habt diesen Nachbarn, der euch mit seinem blöden Köter zur Weißglut treibt? Oder diesen Arbeitskollegen, der euch mit seiner Klugscheißerei einen Puls jenseits von Gut und Böse beschert? Und dann ist da noch euer Chef. Der Kontrolleur im Zug. Die unfreundliche und auch noch dumme Bedienung beim Bäcker. Der Vollidiot bei der Bank. Die Schwiegereltern… Ihr könntet auch eine Liste schreiben, wenn ihr nur wolltet. Und dann? Schubladen auf, Liste rein und fertig?

Nein, das hilft doch keinem weiter. Die angestaute Wut muss raus, irgendwann würde sie sich eh völlig unkontrolliert Bahn brechen und… Wer die richtigen Filme gesehen oder eine geeignete Fantasie hat, kann sich vorstellen, was dann passiert.

Wie geht man in einer technisierten und organisierten Gesellschaft damit um?
Drogen?
RTL2?
Musikantenstadl?

Haben wir alles schon probiert, aber leider nicht mit dem gewünschten Erfolg. Was aber, wenn es einen Tag im Jahr gäbe, an dem wir tun und lassen können, was immer wir wollen. Ohne Konsequenzen. Alles ganz legal.

Wollen wir diesen einen Arbeitskollegen nicht mal besuchen? Und wenn wir keine Konsequenzen fürchten müssen, können wir ja allerhand anstellen.

Doof nur, wenn irgendwas nicht klappt und man am nächsten Tag doch wieder im Betrieb zusammenhocken muss.


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The Purge: the Morning After ist ein Kurzfilm von Johnny Ray Gill.

(via shortoftheweek.com)


Das Titelbild basiert auf einem Foto von Flickr-User Daquella manera, der es unter einer CC-Lizenz veröffentlicht hat. Dem schließe ich mich selbstverständlich an und sage Danke schön!

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