Der schönste Moment

Kurzfilm: The Decelerators. Auch der schönste Moment ist irgendwann vorbei. Aber sollte man sich damit abfinden?

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Zum Augenblicke dürft’ ich sagen: Verweile doch, du bist so schön! Es kann die Spur von meinen Erdentagen Nicht in Äonen untergehn. – Im Vorgefühl von solchem hohen Glück Genieß’ ich jetzt den höchsten Augenblick.

Das Leben ist voll schöner Momente. Die meisten hat man gar nicht erst erwartet, sie kommen so unverhofft, wie sie auch wunderschön sind. Vielen trauert man hinterher. Manchmal ein Leben lang. Und dann gibt es natürlich auch noch die Momente, die man herbeisehnt, die man sehnlichst erwartet und die vor allem viel zu schnell wieder vorbei sind.

Darin sind sich all die schönen Momente gleich. Sie sind meist nur von kurzer Dauer und alles, was uns bleibt, ist eine immer schwächer werdende Erinnerung, an die wir uns manchmal verzweifelt klammern.

Aber was, wenn wir das gar nicht mehr müssten? Was, wenn wir plötzlich die Möglichkeit hätten, den schönsten Moment nicht nur voll auskosten zu können, sondern es zum Schluss… Was, wenn es keinen Schluss gäbe und der Moment ewig dauerte? Wir könnten vollständig in ihm aufgehen.

Verblasst nicht alles andere vor diesem Moment, in dem wir fortan leben würden? Wäre es nicht egal, alles andere zurückzulassen?

Wäre es das wirklich?


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The Decelerators ist ein Kurzfilm von von Mark Slutsky.


Das Titelbild ist von mir und wird hiermit unter folgender CC-Lizenz veröffentlicht: CC BY-NC-SA 3.0

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