Hab ich nicht letztens noch AI KI LMAA! geschrieben und festgestellt, wie sehr mir die ganzen knubbelnasigen und ach so individuellen Artikelbilder auf den Sack gehen, die sich Hinz und Kunz in ihr Blog kleben, weil sie Angst davor haben, dass sie sonst nicht richtig bloggen? Und jetzt? Jetzt kommt der Kerl allen Ernstes mit nem Film um die Ecke, der komplett aus dem Roboterarsch gezogen wurde? Japp, Ganz genau.
Und ich kann’s erklären. KI-Einsatz ist nämlich nicht KI-Einsatz.
Für mich stellt es einen Riesenunterschied dar, ob jemand sich eines dieser völlig austauschbaren Cartoonbildchen ausspucken lässt (Mach ein knuffiges Bild von mir, wie ich mit ner Tasse Kaffe vorm Rechner sitze.) oder ob jemand hingeht, sich penibel Gedanken zu Story, Kameraeinstellungen, Figuren, Ausstattung, Musik macht und dann hingeht und KI dafür benutzt, das alles haarklein so umzusetzen, wie es gedacht ist. Das ist nämlich Arbeit, die man nur machen kann, wenn man genau weiß, was man tut. „Grok, mach mir nen geilen Kurzfilm, aber diesmal ohne nackte Kinder und Hakenkreuze!“ reicht nämlich nicht.
Wenn man dann noch hingeht und den ganzen Prozess für alle ersichtlich online stellt, dann stimmt mich das nicht nur milde, dann feier ich das: https://higgsfield.ai/de/@higgsfield.studio/projects/oneiric
Und der Film? Was kam dabei raus? Hochglanz, hohes Tempo, dicht erzählt, gute Story… Richtig starker Kurzfilm. Ich hätte den wohl auch gefeiert, wenn da ein paar Typen in Pappkostümen rumspringen, solange man merkt, dass alle Spaß dabei hatten. Aber so freue ich mich, dass es Leute gibt, die mit ihrem Werkzeug umzugehen wissen.
Four friends in a dorm common room daydream about a neural net that could drop you into any world — Troy, deep space, a fairy tale. Then the quiet one is asked where he’d go, and his answer changes what the whole afternoon means.
Oneiric ist ein Kurzfilm von Malik Zenger.
(via https://www.langweiledich.net/kreativer-ki-kurzfilm-oneiric/)








