Man hat Angst davor. Man will und kann es sich nicht vorstellen. Was, wenn das eigene Kind zum Opfer wird? Was passiert mit dir, wenn jemand dein Kind tötet? Was macht das mit dir und deiner Familie?

Will man so etwas wie Rache? Warum eigentlich? Rache macht nichts ungeschehen. Sie bringt die Opfer nicht zurück und macht einen selbst zum Täter. Der bellum iustum, der sogenannte und angebliche gerechte Krieg, den man gegen die Inkarnation des Bösen führt, kann nie so gerecht sein, wie man es sich selbst in so einer Situation glauben machen will.

Aber hat das alles überhaupt noch etwas mit Logik zu tun? Tragen wir etwa die Schuld daran, dass wir in dieser Spirale der Gewalt weit aus der Mitte all dessen rausgetragen werden, das wir mal für die Basis der Gesellschaft hielten, deren Teil wir waren? Nein, wir waren es nicht.

Du warst es nicht, wenn du dich plötzlich in diesem Albtraum wiederfindest, aus dem es scheinbar keinen anderen Ausweg zu geben scheint, als die Spirale noch ein kleines bisschen weiter zu drehen. An dir liegt es nicht, dass wir da stehen. Aber du kannst sie anhalten. Du kannst es beenden. Nur anders als es all die anderen erwarten.

A grieving father confronts his child’s killer on a live television and must decide if the revenge his family wants is worth his soul.

Do Unto Others ist ein Kurzfilm von Matthew Muchka.

Der Kurzfilm The Reatreat hat das Thema kürzlich auch ganz ähnlich beleuchtet. Definitiv auch nen Blick wert.

(via https://filmshortage.com/dailyshortpicks/do-unto-others/)

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