Dass es manchmal viel schwieriger oder eben wesentlich einfacher als erwartet ist, den Menschen zu finden, mit dem man durchs Leben gehen will, hatten wir hier ja schon öfters und auch sogar gerade eben noch. Fieserweise ist es mit dem Suchen und Finden ja nicht getan, daas wäre ja nur zu schön. Aber wir sind hier ja nicht im Film und hüpfen Hand in Hand über Regenbogenkackehäufchen wild und glücklich lebender Einhörner auf endlos scheinenden Blümchenwiesen, sondern sind dazu verdammt auch mal knietief miteinander durch die Scheiße zu waten. Das ist nicht schön, erweist sich manchmal aber eben als so unangenehme wie unausweichliche Prüfung.

Wie ein Samstag bei Ikea.

Die schwedischen Sadomasoanstalten mit Sitz- und Liegegelegenheiten hatte ich ja schon bereits früh hier thematisiert, schließlich kann man dazu stehen wie man will, aber schwer von der Hand weisen, dass man dort eine Menge erleben kann. (Für Leidensgeschichten aus der Möbelhaushölle skandinavischer Provenienz empfiehlt sich auch die Lektüre des Leidensprotokolls beim verehrten Kiezneurotiker. Ok, das war keine Empfehlung, sondern ein Lesebefehl!) Und so sollte es eigentlich nicht verwundern, dass ich, wenn ich erstmal meine Zweitkarriere als sadistischer Paartherapeut in Gang gesetzt habe, einen Ikeabesuch ganz an den Anfang einer jeden Analyse des um Hilfe suchenden Paares setzen werde. Nirgends tun sich so schnell und zuverlässig solche Abgründe auf, wie hier, wo Billy und Kallax der Vernunft Gute Nacht sagen.

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Dömestik ist ein Kurzfilm von Ignatz Johnson Higham.

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