Durch die Gnade der frühen Geburt war es mir damals noch möglich das Fach Deutsch in der Oberstufe abzuwählen. Merkt man? Ja, besten Dank auch. 😀

Mein Problem war immer, dass ich einfach nichts zu Tode analysieren wollte, was sich auch mit ein oder zwei kurzen Absätzen beschreiben ließ. Ich hab’s schlicht und ergreifend nicht einsehen wollen und meine damalige Deutschlehrerin hat drauf bestanden und war nicht bereit mir mehr als eine 4 für etwas zu geben, was ihrer Ansicht zwar faktisch richtig war, aber irgendwie dann doch zu wenig. „Die anderen schreiben schließlich auch alle mehr.“ Ja, genau.

Zwar hab‘ ich mir in schwachen Momenten vielleicht klammheimlich immer etwas drauf eingebildet, ganz gut auf den Punkt kommen zu können, hab aber auch immer einsehen müssen, dass andere das noch sehr viel besser können. Jetzt gerade zum Beispiel verschwende ich wieder wertvollen Platz mit Anekdoten und Befindlichkeiten.

Dabei könnte ich doch auch ganz schlicht und ergeifend erklären, dass unser Protagonist im folgenden Kurzfilm die interessant klingende, aber schwer umsetzbare Aufgabe bekommt, die Geschichte der Menschheit kurz und knapp zusammenzufassen. Die Welt steht kurz vor der Vernichtung, der Mensch wird ohne seinen heimeligen Planeten weder weit kommen noch lange durchhalten und man will der wie auch immer gearteten Nachwelt etwas hinterlassen, das ganz kurz beschreibt, wie toll wir waren.

Damit muss man erstmal klar kommen. Ich hätte jedenfalls so meine Probleme…


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The Yearbook ist ein Kurzfilm von Bernardo Britto.


Titelbild basiert auf: Neourban Hipster Office. Autor: Markus Spiske. Lizenz: CC BY 2.0. Danke!

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