Zu den circa fünfeinhalb Millionen guten Ratschlägen und sonstigen Dingen, die man so zu hören kriegt, wenn man Vater wird, gehört auch „Wenn du erstmal Kinder hast, kannst du darüber nicht mehr lachen. Dann siehst du alles anders. Alles!“

Na ja, ich weiß ja nicht. Ich hab jetzt zwei dieser putzigen Brülldinger und kann mich immer noch wunderbar an so schrägen Kurzfilmen wie Kill the Baby erfreuen. Ja genau, da versucht ein zunehmend durchgeknallter Typ verzweifelt all seine Probleme zu lösen, indem er seinen Nachwuchs meuchelt. Wunderbar bizarr und absolut respektlos. Wie es eben sein soll.

Was hingegen sehr wohl stimmt, ist, dass so ein Dasein als Vater und bestenfalls ja Papa ein bisschen was am Feintuning tut. Als ich mir beispielsweise den heutigen Kurzfilm angesehen habe, kroch da schon eine Art des Unbehagens den Rücken hoch, die ich vorher so vielleicht nicht registriert hätte.

Was muss in jemandem vorgehen, der so handelt, wie die Mutter, um die sich der folgende Kurzfilm dreht? Was ist da kaputt? Wie kommt man auf die Idee? Eins ist dabei klar: der kinderlose Kurzfilmhoschi von vor einem Jahr wäre auch entsetzt gewesen. Der frischgebackene Papa ist es vielleicht ein bisschen mehr. Zumindest anders.

(Leider lässt sich der Kurzfilm momentan hier nicht einbetten. Ein Klick bringt euch aber zum Video.)

Sick ist ein Kurzfilm von David Winstone.

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