Als hätte man mit dem eigenen Verfall nicht schon genug zu tun, muss man, so die Dinge denn ihren so natürlichen wie auch stets tragischen Lauf gehen, vorher erst damit klarkommen, dass die eigenen Elter nicht mehr so können, wie sie und auch wir das gerne hätten. Ob es den Gedanken erträglicher macht, wenn gar nicht mal so sicher ist, ob die Patienten denn überhaupt mitkriegen, was um sie herum und vor allem mit ihnen selbst geschieht, das ist so eine Sache.

Lebt der Patient in einer abgekapselten und von der Erinnerung bestimmten Traumwelt? Oder ist er noch im Hier und Jetzt verankert und hat nur keine Möglichkeit mehr zu interagieren, weil die Verbindung zur Realität zu einer Einbahnstraße geworden ist?

Wie geht man damit um? Tut man so, als könnte das Gegenüber noch alles mitkriegen und verhält sich dementsprechend normal (oder was wir dafür halten) oder erachtet man das nicht für nötig, da ja eh nichts mehr ankommt?

Was, wenn man noch das ein oder andere zu klären hat? Zerknüllt man die noch offenen Rechnungen oder kommt das Ganze jetzt doch nochmal auf den Tisch?


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Greece ist ein Kurzfilm von Sarah Deakins, die hier nebenbei noch als Darstellerin eine mehr als ordentliche Leistung abliefert.

(via filmshortage.com)

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