Letzten Monat ist mit meiner Abuelita, meiner mexikanischen Oma, der letzte der vier Menschen gestorben, die man in der vorletzten Generation so hat. Von den vieren hab ich nur drei überhaupt kennengelernt, da mein Opa in Mexiko gestorben ist, bevor ich überhaupt in Planung war.

Und die anderen drei? Hab ich die wirklich kennengelernt? Ich weiß es nicht so wirklich. Oma in Mexiko hab ich entfernungsbedingt so gut wie nie gesehen, Omma und Oppa haben immer nur ein paar Häuser weiter gelebt und wurden entsprechend oft besucht. Aber kennengelernt? So wirklich?

Nein. Dafür war ich zu jung, zu doof, zu weit weg und viel zu oft nicht da. Es ist schon irgendwie ein bisschen bitter in den Chor derjenigen einzustimmen, die schon seit Urzeiten singen, dass man sich um seine Leute kümmern soll, solange sie noch da sind. Bitter, weil man es viel zu selten gemacht hat und dann einen Kurzfilm zeigt, in dem es jemand besser macht.

Der Film ist trotzdem toll. Guckt ihn. Am besten natürlich mit euren Großeltern. Und bei der Gelegenheit packt eure Eltern und Kinder gleich mit auf die Couch, dann könnt ihr auch den Film sein lassen. Familie geht vor.

Martha ist ein Kurzfilm von Sam Benenati, der hier ja bereits auffällig geworden ist und in dessen Kurzfilm Emily ebenfalls die tolle Jenny O’Hara mitspielt, die so mancher wahrscheinlich aus King of Queens kennt.

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