Liebesbeweise sind ne seltsame Sache. Fordert man sie ein, ist das schon ziemlich schräg. Wenn du nich wirklich liebst, dann bringst du mir den Kopf von Björn Höcke in einer Lidl-Tüte. Da hätten wir zwar alle was von, ist trotzdem komisch, selbst in einem Kurzfilm.

Sowas macht man nicht. Jetzt nicht die Sache mit dem Kopf, ich schreib da keinem was vor. Aber Menschen so unter Druck zu setzen ist fies. Als ob das das einzige Kriterium ist, an dem man die Liebe des anderen messen kann.

Überhaupt – seit wann misst man Liebe? Wie wird die geliefert? In Quadratmetern oder doch eher in Kubikmetern? Aber ich schweife ab.

Von anderen geforderte Liebesbeweise sind also doof. Und unaufgefordert erbrachte Liebesbeweise? Ist ein bisschen so wie ne tote Maus, die einem die Miez ans Bett bringt. Hier, ich hab dir was gebracht, weil ich dich so lieb hab. Jetzt lieb mich zurück! Mehr!

Auch irgendwie blöd. Der ein oder andere fühlt sich eventuell ein bisschen erdrückt und in die Ecke gedrängt.

Und nu? Alles blöd? Nein, natürlich nicht. Es wird immer Leute geben, die drauf stehen und sich freuen, wenn man etwas für sie tut, um seine Liebe unter Beweis zu stellen.

In manchen Fällen ist das alles halt ein bisschen radikaler als in anderen. Wär ja sonst auch langweilig.

Love and a Lugwrench ist ein Kurzfilm von Jeffrey Fleisig.

➔ loveandalugwrench.com

Kurzfilm: Love and a Lugwrench

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