Wer von uns wäre nicht gerne auch mal ein Held? Jetzt nicht unbedingt in Vollzeit, aber eben auch mal. Für einen Tag oder ne Woche. Eine Heldentat vollbringen und sich ein bisschen feiern lassen. So wirklich schlimm fänden das wohl nicht allzu viele von uns. Warum auch? Helden sind toll, zeichnen sie sich doch dadurch aus, dass sie etwas getan haben, dass von den allermeisten als mutig und toll empfunden wird. Das kann ja so schlecht nicht sein.

Dumm nur, wenn man irgendwann die auf den Plan ruft, die grundsätzlich etwas gegen Helden haben. Nicht ganz ohne Grund haben die meisten Superhelden auch ihre Nemesis, ihren Superschurken, an dem sie sich reiben. Wobei das jetzt irgendwie zu kuschelig klingt. Der Superbösewicht, der sie demütigen und vernichten will und den es folgerichtig ebenfalls zu schlagen und unschädlich zu machen gilt. Besser? Hm.

Und da nimmt die Behaglichkeit im Superheldendasein dann auch bald ein Ende, wenn der Gegner sich eben nicht einfach so per Handstreich vor die Wand klatschen lässt, sondern mindestens ebenbürtig ist. Was, wenn man da vielleicht nicht mehr aufrecht oder gar lebend rauskommt? Was, wenn man – obwohl man doch ein gefeierter Held ist – plötzlich Angst bekommt. Ja, Angst. Eine völlig neue Situation, der man aber nur so begegnen kann, wie allen anderen auch. Man muss sich ihr stellen. Und wenn man dabei die Hilfe von Familie und Freunden braucht, dann macht einen das keinen Deut weniger zum Helden und es bricht einem auch kein Zacken aus der Krone. Und hat man diesen Rückhalt, lässt es sich mit jedem Gegner aufnehmen. Jederzeit und überall. Völlig egal, ob er mit Lava spuckt oder uns von innen zerfrisst.

Ob wir das überleben? Das werden wir rauskriegen. Trotz unserer Angst. Und unserer Angst trotzend.

Hero ist ein sehr feiner Kurzfilm von Dom Fera.

(via filmshortage.com)

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