Es hat übrigens nichts mit meinem eigenen Nachwuchs zu tun, dass es hier in letzter Zeit ein bisschen viel um Kinder geht. Ich kann doch auch nix dafür, dass mir hier ein Kurzfilm nach dem anderen vor die Flinte läuft, in dem es irgendwie um menschlichen Nachwuchs geht.

Was hatten wir schon alles? Liebhaben, beschützen, füttern… Ja, viel mehr ist da nicht. Obwohl… doch. Das Loswerden, die finale Abnabelung. So sehr man die kleinen Scheißer auch in sein Herz geschlossen haben mag, sollte doch jedem klar sein, dass es nun mal auch dazu gehört, dass die Kinder irgendwann mal groß sind und weg wollen. Sie werden flügge und wollen das heimische Nest verlassen… bla bla bla.

Endlich sind sie weg! Raus! Ha!

Bei uns im Keller stehen jedenfalls jede Menge Umzugskartons, die zwei gewisse Personen zum 18. Geburtstag geschenkt bekommen werden. Hach, was freu ich mich auf die Gesichter.

Und dann? Dann kommt für viele die große Leere. Während die Blagen sich die Welt untertan machen und die Grenzen von Freiheit, Versicherungsschutz und elterlicher finanzieller Zuwendung austesten, sitzen die Erzeuger zuhause und wissen mit all der Zeit und dem Platz plötzlich nichts anzufangen.

Jahrelang hat man alles gemacht, um die Kinder soweit zu bringen, dass sie auf eigenen Beinen stehen können und dann gehen sie einfach. Und irgendwie fehlt einem was.

Aber was ist denn, wenn sie es nicht schaffen? Da kann ja sonstwas dazwischen kommen. Und dann? Wieder zurück ins Hotel Mama? (Unter dem Titel Boomerang Kids gibt’s ne tolle Bilderserie zu genau diesem Thema.) Ehrlich? Ja, vielleicht. Aber nur solange Mama auch nichts davon mitbekommt…

Wäre doch toll, wenn jemand genau das als Prämisse für einen Kurzfilm genommen hätte. 😉

Homebody ist ein Kurzfilm von Jake Fallon.

Besten Dank nochmal für den Hinweis, Karl! 🙂

(via shortoftheweek.com)

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