Es ist eines der Probleme, die man von Zeit zu Zeit hat und die einfach nur nerven können. Man kauft sich ein tolles und vermutlich sündhaft teures neues Schwert und kann es eigentlich nur in die Ecke oder ins Regal stellen, weil gerade kein Krieg oder sonstiger Streit ansteht, für den man das schöne Stück Stahl ja nunmal erworben hat. Dabei würde man es doch viel lieber benutzen und einfach mal gucken, wie gut das feine Stück denn wirklich ist. Was also tun?

Die Lösung heißt Tsujigiri. Man hackt einfach irgendwem den Kopf oder sonstwas ab und guckt so, ob das Schwert was taugt. Eigentlich naheliegend, oder?

The practice of slicing off an unsuspecting person’s head or other body part with a freshly sharpened katana. It’s usually done at night to an innocent passerby who happens to be walking down the wrong dark road at the wrong time.

Wie bitte? Ja, genau. Man geht einfach nachts raus und probiert das tolle neue Schwert am erstbesten Menschen aus, der an einem vorbei läuft. Zumindest war das in gewissen Kreisen im Japan des 17. Jahrhunderts durchaus beliebt, bevor es von Spaßbremsen verboten wurde.

The reasons for tsujigiri varied, but usually the swordsman slashed at an unsuspecting victim to try out his new katana, to practice a new move, to test his strength, or just for the sheer thrill of it. There was even a superstition floating around that said performing tsujigiri on 1,000 people would heal illness. The victims were usually merchants or peasants.

➔ Tsujigiri: A Japanese word you don’t see in other languages

➔ Wikipedia: Tsujigiri


Das Titelbild basiert auf einem Foto von Glen Noble. Lizenz: CC0 1.0. Danke!

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