Seit es das Internet in seiner jetzigen omnipräsenten Darreichungsform gibt und man jederzeit alles Mögliche nachschlagen kann, kann ich viel besser schlafen.

Ich will gar nicht ganz genau wissen, wie viele schlaflose Stunden ich grübelnd im Bett gelegen habe, weil ich einfach nicht drauf gekommen bin, wie genau es nochmal mit X oder Y aussah. Was hätte ich in den Neunzigern allein schon für die Wikipedia oder die IMDb gegeben? Ich hätte Menschenopfer gebracht und zwar regelmäßig!

Von daher kann ich den Protagonisten im heutigen Kurzfilm nur allzu gut verstehen, der auf kleiner Flamme vor sich hin kocht und vor Wissensdurst fast wahnsinnig wird.

Irgendjemand muss ihm doch die Frage beantworten können, die ihm das Hirn martert. Die Antwort muss da draußen sein. Vielleicht braucht es nur noch ein wenig Druck und Motivation?

Vielleicht wird er aber auch nicht nur fast wahnsinnig.

Planemah ist ein toller kleiner Kurzfilm von Jakob Schmidt, der es wunderbar versteht den Druck, unter den uns die Dämonen des Wissensdurstes zu setzen vermögen, zu zeigen und auf die Spitze zu treiben. Und noch ein Stückchen weiter. Zusammen mit einem Soundtrack, den ich so nicht erwartet hätte, macht die klassisch wirkende, aber trotzdem sehr dynamische Animation Spaß.

Wer mehr über den Film wissen will, kann dank der Segnungen der modernen Technik hier mehr erfahren und braucht weder zu verzweifeln noch sonstige apokalyptische Reaktionen zu zeigen:

➔ planemah.blogspot.de

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