Glücklich sind die, die in jungen Jahren nicht irgendwelche Wunden davongetragen haben, deren juckende Narben sie bei jeder Gelegenheit an das erinnern, was damals passiert ist.

So manchen lässt die Vergangenheit einfach nicht in Ruhe. Klar, ohne die damaligen Ereignisse wären wir niemals zu dem geworden, der wir heute sind. Aber trotzdem wünschen wir uns immer wieder, dass es eben nicht so gekommen wäre. Oder eben anders. Ganz anders.

Man kann die Vergangenheit ruhen lassen und den Blick nur noch nach vorne richten. Eine Zeit lang funktioniert das vielleicht. Aber irgendwann holt es einen wieder ein. Man denkt plötzlich wieder an damals, grübelt nach, beginnt sich selbst Fragen zu stellen, die man nicht beantworten kann. Man zweifelt an sich selbst und kommt nicht mehr davon los.

Manchmal muss man dann die Notbremse ziehen und wieder zurück gehen. Dahin, wo damals alles angefangen hat. Manchmal muss man sich den Geistern der Vergangenheit stellen, um endlich zur Ruhe kommen zu können, um das Leben leben zu können, das man sich in all den Jahren verdient hat.

Dass das nicht einfach wird, ist klar. Es ist nie einfach. Für manche von uns ist es allerdings wesentlich schwieriger als für andere. Für den alt gewordenen Sheriff im folgenden Kurzfilm, der wieder dahin zurückkehrt, wo sein Leben sich von einem Moment auf den anderen geändert hat, ganz besonders.

Borrowed Time ist ein Kurzfilm von Andrew Coats und Lou Hamou-Lhadj, die beide bei Pixar arbeiten und etwas machen wollten, das ein bisschen düsterer ist. Und das haben sie auch hingekriegt.

Hier erzählen die beiden in einer Featurette ein bisschen was zum Hintergrund des Films.

(via shortoftheweek.com)

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