Der Weltuntergang ist doch eigentlich ne ausgelutschte Nummer. Haben wir den Planeten nicht mittlerweile oft genug vor die Hunde gehen sehen? Aus den verschiedensten Gründen: Erdbeben, Außerirdische, falsch beschriftete Etiketten im Gefrierschrank oder alles zusammen. Und alles natürlich aus zig Perspektiven und in Superzeitlupe. Aber damit nicht genug, es reicht ja sogar ein simpler Blick aus dem Fenster und man kann sich live und in Farbe angucken, wie alles schön langsam zerbröselt.

Dummerweise bietet einem die Ego-Perspektive nur eine Sichtweise an. Die eigene, wie es der Name schon sagt. Und mal ganz ehrlich: Warum gucken wir denn Filme? Weil die eigene Perspektive auf die Welt auf Dauer ein bisschen eintönig und langweilig wird. Kennt man doch alles schon. Und dann auch noch den Weltuntergang selbst erleben? Wie öde.

Irgendwann ist um einen herum alles platt und dann steht man da. Hat zwar alles aus nächster Nähe gesehen, dafür aber die große Übersicht verpasst und eben nicht alles gesehen. Immer nur eine Katastrophe nach der anderen – und auch nur das, was die Nachbarschaft halt so hergibt. Und wenn man dann noch als letzter Mensch übrig bleibt, wird es ganz schnell noch viel langweiliger, als es das vor der großen Katastrophenshow eh schon war. Nicht auszudenken!

Wäre doch toll, wenn man sich vertan hat und da doch noch jemand anders ist. Gemeinsam lässt sich das alles doch garantiert viel besser ertragen. Es wäre geradezu poetisch.

After the End ist ein Kurzfilm von Sam Southward.

(via mindsdelight.de)

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