Du meinst also, dass du ein ziemlich toller Hecht bist, ja? So ein richtig wilder Kerl, der tut und lässt, was er will und das dann auch nur wie er es will? Aha. Mein du mal. Wer hat dir die Flausen denn in den Kopp gesetzt? Deine Mama? Weil du ihr großer Junge bist? War klar.

Nö, so richtig wilde Typen sind wir zivilisierten und domestizierten Vertreter unserer grundsympathischen Spezies nun wirklich nicht mehr. Die allermeisten Ecken und Kanten sind im Kulturbetrieb der letzten paar tausend Jahre allmählich aber konsequent abgeschliffen worden, bis wir angepasst und stromlinienförmig wie ein Kiesel im Bach rumliegen und das Leben an uns vorbei rauscht.

Aufstehen und sich gegen den Strom stellen? Um Himmels Willen! Da wird man ja mitgerissen und ist hinterher ja gar nicht mehr an dem Ort, an dem man schon alles kennt! Veränderung! Argh!

Argh. Ganz genau. So mancher kommt nicht ganz damit klar, wenn es ihm irgendwann dämmert, was für eine weich- und rundgespülte Bande wir doch eigentlich sind. Wo ist denn all die Wildheit geblieben? Das Aufregende? Das Tier im Manne und – nicht zu vergessen – das im Weibe auch. Das muss da doch noch irgendwo sein. Tief in uns drin unter all den verinnerlichten Regeln und Konventionen begraben.

Irgendwie müssen wir es nur ans Tageslicht befördern. Man könnte ja mal so eine Urschrei-Therapie mitmachen. Wie so oft gilt nämlich auch hier: Was kann schon schiefgehen?

AAARRRGGGHHH!!!

Manoman ist ein Kurzfilm von Simon Cartwright.

(via shortoftheweek.com)

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