Es ist wie immer: Sonntag ist Zeit für Buchstaben und frischen Lesestoff.

»Im Gesetz steht von Liebe kein Wort«

Erfrischend Unterhaltsames Interview mit einer Scheidungsanwältin, die nicht nur einen interessanten Blick auf ihre Arbeit hat, sondern auch noch eine wunderbar spröde Art. Ich würde direkt ein Bier mit ihr trinken wollen.

    ↳ Guter Trick.
Ich bin überzeugt, dass die 40-Stunden-Woche viel dazu beiträgt, dass die Menschen unzufrieden sind. Man kann nicht 40 Stunden arbeiten und daneben einen Haushalt führen und die Kinder unterhalten.

Sie haben das gemacht.
Und wir haben Stress gehabt. Man ist am Abend müde und geschafft, kocht das Nötigste und lässt die Unordnung Unordnung sein. Wer das nicht aushält, sondern aufräumt und bügelt, ist danach zu müde für Sex. Das ist, als würde man versuchen, einen Tisch mit einem zu kleinen Tischtuch zu bedecken. Irgendwo ist immer eine nackerte Stelle. Also kommt die Frau drauf, der Mann ist schuld, denn er ist zu wenig da und macht nix. Das stimmt ja meistens. Und der Mann findet, die Frau ist nicht mehr für ihn da, sondern kümmert sich nur um die Kinder.

Stimmt ja meistens auch.
Ja. Dann sind beide der Meinung, mit einem anderen Partner ginge es besser. In Wirklichkeit ist es die 40-Stunden-Woche.


Mit der S-Bahn ins Konzentrationslager

Konzentrationslager. Beschissenes Wort, beschissene Geschichte. Und doch wichtig. So wichtig, dass man sich das eigentlich mal selbst angucken sollte. Eine der Erfahrungen, die mir noch fehlen.

    ↳ Ist es nicht verrückt, dass man in Berlin nur 3,00 € für ein Ticket zahlen, eine Stunde mit der S-Bahn fahren, dann ein bisschen gehen muss und schon steht man vor dem Tor eines Konzentrationslagers?

Konzentrationslager, allein das Wort. Klar, Nazis, irgendwann vor langer Zeit, aber das ist ja alles vergangen und irgendwie war das ganze Konzept und alle Geschichten, die man davon gehört hat, sowieso so abstrus und pervers, dass man sich die Sache gar nicht vorstellen kann.

Und dann steht man auf einer riesigen Fläche, umringt von alten Mauern, nachdem man durch ein Tor ging, dessen schmiedeeisernen Stangen tatsächlich mit dem Satz verziert waren, der mir bisher nur aus Geschichtsbüchern entgegenblickte: “Arbeit macht frei”. Fuck.


“Obama has a soft spot for homosexuals because of the years he spent as a male prostitute in his twenties”: Meet the looniest politician in Texas (and that’s saying something)

Es macht einfach Spaß, sich über die Bekloppten Holzköppe aus dem Süden und dem Bible Belt und wo sie noch alle herkommen lustig zu machen. Einen Heidenspaß, sich über diese irren Fundichristen zu beömmeln. Bis einem auffällt, was die jetzt schon für einen Einföuss haben und in Zukunft vielleicht haben könnten.

    ↳ The retired teacher has written that “Evolution is a religious philosophy with propaganda supporting the religion of Atheism.” She also claims that scientists have ignored and hidden evidence that humans and dinosaurs walked the planet at the same time.

Bruner, in fact, has written about the extinction of dinosaurs. “When the flood waters subsided and rushed into the oceans there was no vegetation on the earth because the earth had been covered with water. . . . The dinosaurs on [Noah’s ark] may have been babies and not able to reproduce. . . . After the flood, the few remaining Behemoths and Leviathans may have become extinct because there was not enough vegetation on earth for them to survive to reproductive age.”


The chips are down for Moore’s law

Immer schneller, immer schneller. Klar, dass man das haben wollte, konnte man ja auch immer kaufen. Nur, dass es nicht mehr so einfach gebaut werden kann. Aber wir fangen ja grade erst an…

    ↳ None of this was inevitable: chipmakers deliberately chose to stay on the Moore’s law track. At every stage, software developers came up with applications that strained the capabilities of existing chips; consumers asked more of their devices; and manufacturers rushed to meet that demand with next-generation chips. Since the 1990s, in fact, the semiconductor industry has released a research road map every two years to coordinate what its hundreds of manufacturers and suppliers are doing to stay in step with the law — a strategy sometimes called More Moore. It has been largely thanks to this road map that computers have followed the law’s exponential demands.

Not for much longer.


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