Wach. Wach sein. Wach sein müssen. Nicht schlafen können.

So gerne ich wach bin und die Zeit des Tages und auch der Nacht ausnutze, so sehr genieße ich selbstverständlich auch den Schlaf und das wohlige Nichts, das er mit sich bringt. Wobei es ja nicht Nichts ist. Vielmehr kaut unser kleiner Verstand alles noch mal durch und wirft all das über Bord, was nicht mehr von Belang ist und meist auch nie war. Ich muss mich nicht länger dran erinnern, dass ich 17,34 im Rewe zahlen musste.

Liegt man wach, kaut man es auch durch. Jetzt aber nicht mehr als Hintergrundprozess, sondern wenig subtil im Vollbild. Es ist vielleicht jedes Mal ein bisschen anders, aber meist tatsächlich so, als säße man nachts mit brennenden Augen vor einem viel zu weißen, viel zu hellen Monitor, an dem man nicht vorbeigucken kann.

Und es geht nichts über Bord. Keine Chance. Wer wach liegt, schrubbt das Deck nicht sauber und wird auch nicht mit sauberen Neustart belohnt. Der Schlaflose hockt die ganze Nacht in einer zähen Pampe aus Belanglosem, Wichtigem, lustigen und traurigen Erinnerungen, Gedanken an alles und nichts.

Hier werden keine Schäfchen mehr gezählt, hier strampelt man aussichtslos dem nächsten Morgen entgegen.
So ähnlich geht es auch dem Protagonisten unseres heutigen Kurzfilms. Er kann nicht nur nicht schlafen, er kann auch nicht raus. Irgendwas hält ihn immer auf…

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Roadtrip ist ein Kurzfilm von Xaver Xylophon, der hier vor fast fünf Jahren schonmal mit dem Kurzfilm Kurzschluss den Bogen zwischen Pfandflaschen und Liebe gespannt hat.

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