Wer in einer Großstadt ab einer bestimmten Größe wohnt muss ja eigentlich bekloppt sein oder zumindest einen an der Klatsche haben. Ist das nicht der Fall, ist das auch nicht weiter schlimm, denn über kurz oder lang wird man seinen Dachschaden schon bekommen.

Das muss nicht unbedingt schlimm sein, denn Inhaber eines solchen Dachschadens gehen jetzt auch nicht zwangsläufig hin und schreiben absurde Gesetzesnovellen oder verpetzen während der Mittagsruhe piepende Piepmätze. Sie haben vielleicht manchmal einfach nur einen anderen Blick auf die Stadt, in der sie nicht nur einfach vor sich hin leben, sondern mit der sie auch zusammenleben.

Dummerweise kann ein ganz spezieller Blick, eine so wunderbare wie auch wunderliche Perspektive auch ein bisschen einsam machen. Zumindest kann es einem schnell so vorkommen, wenn man sich selbst immer wieder dabei erwischt, wie man all die kleinen Wunder um einen herum betrachtet, während um einen herum alles wie eine Herde Nashörner durch die Gegend zu rennen scheint.

Vielleicht ist man ja wirklich alleine. Einsam unter Unwissenden, von denen einen niemand zu verstehen vermag. Vielleicht soll es ja auch einfach so sein. Bis man plötzlich die Worte hört:

„Ey, Du! Kannste mir ma helfen?“


Nashorn im Galopp ist ein Kurzfilm von Erik Schmitt (Website/Facebook). Nicht einfach nur ein ganz normaler weiterer Wohlfühl-Kurzfilm, sondern einer, der nur so strotz von irren Ideen und genialen Einfällen. Einer, der völlig zurecht schon einen Arsch voll Preise gewonnen hat.

Und weil sowas ne ganze Menge Arbeit ist, sollten wir da zumindest mal nen Blick drauf werfen. Hier also noch das Making Of:

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