Gastfreundschaft :: Ein deutsches Märchen

Ich gehör auch zu den Leuten, die sich zunehmend unwohl fühlen. Unwohl und wütend. Und ich weiß eines ganz genau: Es ist nicht gut, wenn ich wütend werde. Gar nicht gut. Zum Glück gibt es Menschen wie den Hannes, die das ganze Dilemma besser, vernünftiger, in Worte kleiden können.

    ↳ Mich macht die Entwicklung, die sich momentan überall vollzieht, nahezu krank. Ich frage mich, in welcher Gesellschaft meine Kinder eines Tages leben werden? Wird es eine solidarische, weltoffene und menschliche Gesellschaft sein? Der Schlüssel liegt in der Bildung. Wir alle müssen lernen, was für eine Bereicherung andere Kulturen sein können. Wir müssen lernen, mit Schwächeren zu teilen. Wir müssen lernen, dass Verteilungsgerechtigkeit am Ende auch individuellen Verzicht bedingt, ohne dass wir deswegen ein unglücklicheres Leben führen. Das bedeutet aber auch, dass wir die bislang geltenden Annahmen von Wachstum und Wohlstand hinterfragen müssen. Dass wir die volks- und betriebswirtschaftlichen Narrative am Ende genauso kritisch hinterfragen müssen, wie die Narrative der Rechten (ohne beide damit auf eine Stufe stellen zu wollen).


Nennt sie endlich Terroristen!

Señor Lobo gehört zu den Leuten, die mir früher irgendwie auf den Keks gingen, aber mit zunehmendem Alter (seins und meins vermutlich) zusehends aus der Seele sprechen. Halt nur ein bisschen besser, als ich das selbst könnte. Aber genau das ist ja schließlich sein Job, den er ziemlich gut macht oder?

    ↳ Die Diskussion gerät in diesen Tagen auf eine neue Ebene. Der Terrorismus ist nämlich da. Nur ganz anders, als man ihn politisch und medial dargestellt hat, weniger Kopftücher, weniger fusselige Bärte. Ein Anschlag nach dem anderen wird verübt, schon über 200 dieses Jahr. Es handelt sich um die Entstehung eines neuen, völkischen Terrorismus. Und in den sozialen Medien kann man in Echtzeit zusehen, wie der Nährboden dafür bereitet wird.


The Really Big One

Ich weiß gar nicht, ob den meisten Leuten hier in Deutschland und Mitteleuropa eigentlich bewusst ist, was für ein Glück wir eigentlich in Sachen Naturkatastrophen haben. Es gibt Landstriche, die in der Hinsicht wesentlich weniger begünstigt sind. In manchen Gegenden weiß man das noch nichtmal besonders lange. Im Nordwesten der USA beispielsweise. Ich kann mich in solche Texte ja reinfressen.

    ↳ But it cannot do so indefinitely. There is a backstop—the craton, that ancient unbudgeable mass at the center of the continent—and, sooner or later, North America will rebound like a spring. If, on that occasion, only the southern part of the Cascadia subduction zone gives way—your first two fingers, say—the magnitude of the resulting quake will be somewhere between 8.0 and 8.6. That’s the big one. If the entire zone gives way at once, an event that seismologists call a full-margin rupture, the magnitude will be somewhere between 8.7 and 9.2. That’s the very big one.


Uncovering Secrets of the Sphinx

Wo wir grade dabei sind. Hier geht’s direkt weiter mit gut erzähltem interessantem Zeug.

    ↳ Nobody knows its original name. Sphinx is the human-headed lion in ancient Greek mythology; the term likely came into use some 2,000 years after the statue was built. There are hundreds of tombs at Giza with hieroglyphic inscriptions dating back some 4,500 years, but not one mentions the statue. “The Egyptians didn’t write history,” says James Allen, an Egyptologist at Brown University, “so we have no solid evidence for what its builders thought the Sphinx was….Certainly something divine, presumably the image of a king, but beyond that is anyone’s guess.” Likewise, the statue’s symbolism is unclear, though inscriptions from the era refer to Ruti, a double lion god that sat at the entrance to the underworld and guarded the horizon where the sun rose and set.


NASA’s New Horizons scientists have more superstitious habits than a pro sports team

Ok, einen noch. Die eh schon wahnsinnig fähigen NASA-Leute, die ihre Sonden durch unser Sonnensystem lenken, haben auch noch wunderbar irre Marotten. Während des Winterschlafs der Sonde hatten die einen Bürobären im Winterschlaf. Echt jetzt. Hier klicken.

    ↳ The hibernation bear, which sits inside mission control, is a teddy bear, with a blanket and a pillow, that served as a de facto mascot of New Horizons when the craft was in “sleeping” mode to conserve energy and costs in its guidance and control systems. “The hibernation bear has a party hat on!” Alice Bowman, the craft’s Mission Operations Manager, or MOM, gleefully noted.


City of Ash

So, zum Abschluss noch ein bisschen Dsytopie gefällig? Kein Problem, da hab ich doch immer was von. Richtig schön deprimierend.

    ↳ It’s better than shitting in the open, Maria reminded herself as she crouched over the trench and peed into her Clearsac. She hung the filled bag on a nail and finished her business, then grabbed the full Clearsac and headed back to the basement.

Down in the relative cool of their underground shelter, Maria carefully squeezed her Clearsac into their water jug, watching yellow turn clear as it passed through the filter and drained into the container.

Like a kidney in reverse, Papa had explained.

When they’d first started using the Clearsacs, she’d been disgusted by them. Now she barely thought about it.


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