Bald ist Weihnachten und alle freuen sich wie Bolle. Endlich mal ein paar Tage frei, tolle Wiederholungen im Fernsehen und die ganze Familie auf einem Haufen.

Wie jetzt? Das klingt nicht so vielversprechend? Aber wo ist denn das Problem? Das Problem sind wie immer wir Menschen. Du und ich. Und die ganzen Onkel und Tanten und Cousins und Cousinen, Nichten und Neffen und natürlich auch Eltern und Kinder. Allesamt. Das kann einfach nicht funktionieren.

Einen der Funken, an dem sich ganz schnell alles entzünden kann, hat Daniel drüben bei den Blogrebellen schon ganz wunderbar gezeigt. Wir sind eben nicht alle gleich, haben zum Teil absolut gegensätzliche Ansichten, Vorlieben und Überzeugungen. Das ist eigentlich ja auch wunderbar so. Nur eben dann nicht, wenn man uns alle in einen Raum sperrt und Harmonie verordnet. Kommt dann noch Alkohol ins Spiel, ohne den viele Weihnachten ja gar nicht erst ertragen würden, dann wird’s ganz schnell ziemlich haarig.

Und das ist schon nur in „normalen“ Familien so.

Wie ist das erst in Familien, die wirkliche Gräben haben, die mitten durch sie durch laufen? Familien, in denen man nicht mehr miteinander spricht? Nicht nur aus reiner Animosität, sondern aus gutem Grund… Hinter jeder noch so heilen Fassade, die mit erheblichem Aufwand gepflegt wird, gibt es Risse, Macken und Abgründe. Manchmal ist das nicht der Rede wert, manchmal aber so tiefgehend, dass das Fundament irreparabel geschädigt ist, ja in Trümmern liegt. Es gibt Familien, die schon lange keine mehr sind. Wenn man dann zusammen ist, kann alles passieren.


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Hush ist ein Kurzfilm von Ty Higgins.

(Via filmshortage.com)


Titelbild: Israel og Sofie Vedul med familie (ca. 1911). Fotograf: K. Næss via Åsen Museum og Historielag. Lizenz: CC BY 2.0. Danke!

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