Manches versteht man nur, wenn man mal das Glück hatte, in einer WG zu wohnen.

Wieso Glück? Was ist daran toll, sich mit irgendwelchen Leuten das Scheißhaus und den Herd zu teilen und gemeinsam nicht abzuwaschen? Eine eigene Wohnung ist doch viel besser!

Ganz einfach. Weil sich nicht jeder immer eine eigene Wohnung leisten kann und weil man in einer WG nicht nur herrlich abstruse Sachen erlebt, sondern auch eine ganze Menge über Menschen lernt.

Alleine schon die Suche nach einem neuen Mitbewohner spült einem eine dermaßen hirnschmelzende Masse an Geisteskranken in die Bude, dass der Moment, wenn der richtige Mensch, mit dem man sich entschließt, Scheißhaus und Herd zu teilen und zusammen nicht abzuwaschen, ankommt, wie von Engelschorälen begleitet wird. Mitbewohnersuche ist eine Erfahrung, die einen um Jahre altern lässt. Aber es lohnt sich.

Doof ist es immer nur dann, wenn man merkt, dass die eigene Wahl vielleicht doch nicht allzu weise war und sich der neue Mitbewohner als Wahnsinniger der höchsten Spielklasse entpuppt, mit dem man Sachen erlebt, die man nun wirklich nicht erleben will.

Vor allem dann, wenn man es eigentlich schon vorher hätte wissen müssen.

Kommt vor.


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Living With Jigsaw ist ein Kurzfilm von Chris Capel, der hier ja bereits mehrfach auffällig geworden ist. Immer wieder großartig.


Titelbild: User 13 Icon. Autor: iconmonstr. Lizenz: hier klicken. Danke!

4 KOMMENTARE

    • Wie gesagt, ich hatte eigentlich fast immer Glück. Und bei den wenigen Ausnahmen, die ich erlebt habe, war Lautstärke eigentlich nie ein Thema. Wenn es mal laut wurde, war ich meist dabei.
      Eigentlich hab ich das immer ganz gut im Griff gehabt. 😉

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