Manche Menschen sind echt langweilig.

Wir nehmen sie eigentlich kaum wahr, weil sie permanent unter unserem Aufmerksamkeitsradar vorbeifliegen, nirgends anecken und eigentlich niemals so wirklich auffallen.

In der Schule waren sie schon unsichtbar und haben eigentlich nirgends wirklich dazugehört. Bei den coolen Kindern schon gar nicht, aber auch bei der Losertruppe um die Ecke waren sie nie dabei. Auf Partys hat man sie eh nie gesehen und einen Monat nach dem Abi hat man ihren Namen schon wieder vergessen. Wobei – waren sie überhaupt so lange dabei?

Nach der Schule haben sie dann irgendeinen langweiligen Job gemacht, der sie nirgendwohin gebracht hat, während wir die große weite Welt erobert haben.

Wenn wir sie dann doch mal gesehen haben, war es meist nur aus dem Augenwinkel und genauso schnell vorbei und vergessen wie… ach, wen kümmert’s?

Manche Menschen sind einfach unsichtbar.

Und doch sind sie da. Sie haben ein Leben, das genau wie unseres voll ist von Erfolgen, Enttäuschungen, Aufmerksamkeit und Langeweile, viel zuviel Arbeit und all dem anderen Kram, mit dem wir auch unsere Leben vollpacken. Mal mehr, mal weniger.

Und wenn sie zurückblicken, sehen sie genau das gleiche wie wir auch: ein ganzes Leben.

Ob wir das jetzt langweilig finden, spielt überhaupt keine Rolle.


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The Last 3 Minutes ist ein Kurzfilm von Po Chan.

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