Mit ein bisschen Glück sind unsere Köpfe voller Erinnerungen. Schöne Erinnerungen und nicht so schöne, vielleicht sogar schreckliche Erinnerungen. Und sie alle konkurrieren um unsere Aufmerksamkeit. An die einen können wir uns lebhaft erinnern und sehen die Ereignisse direkt vor uns, andere sind über die Jahre zu bloßen Umrissen verkommen, die wir nur noch schematisch wahrnehmen.

Könnten wir uns an alle schönen Erlebnisse gut erinnern und die schlechten bestenfalls bruchstückhaft, die Welt wäre in Ordnung. Aber unsere Erinnerung meint es nicht immer gut mit uns. Wir haben leider keinen entscheidenden Einfluss darauf, an was und wie wir uns einmal in Zukunft werden erinnern können.

Wie werden sie aussehen, die Bilder von unserem ersten Fahrrad oder dem tollen Eis im Sommerurlaub? All die tollen Erlebnisse aus der Schule, die den eintönigen Alltag erträglich gemacht haben? Was wird übrig bleiben von den Großeltern oder den eigenen Eltern, mit denen wir so viele wunderbare Momente geteilt haben?

Werden wir uns daran erinnern, wie wir uns damals verliebt haben? Wie sie uns immer angesehen hat? An ihren Geruch und die Art und Weise, wie sie sich auf dem Sofa zusammengerollt hat oder die süßen Geräusche, wenn sie langsam eingeschlafen ist?

Was wird uns bleiben von den Erinnerungen, die uns am allerwichtigsten waren?

Mir macht das Angst.


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Someday, You’ll Remember Today ist ein Kurzfilm von Benjamin Disinger.

benjamindisinger.com

(via filmshortage.com)


Titelbild: Brain designed by Sven Gabriel from The Noun Project. Lizenz: Creative Commons – Attribution (CC BY 3.0). Danke!

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