Es gibt Leute, die laufen einmal quer über die Straße, wenn sie zur Arbeit gehen.
Manchen fahren eine Viertelstunde mit dem Fahrrad in die Firma.
Andere können direkt von zuhause aus arbeiten.

Ich fahre jeden Monat durchschnittlich über 3200 Kilometer, um zur Arbeit zu gelangen. Das geht natürlich nicht innerhalb von einer Viertelstunde, so dass ich eine ganze Menge Zeit damit verbringe, um von A nach B zu kommen. Und erst, wenn ich in B wie Büro angekommen bin, fängt die eigentliche Arbeit an. Viel Zeit, um Unmengen an Buchstaben zu verschlingen und Massen an Kurzfilmen zu gucken. Viel Zeit, die ich aber auch gerne zuhause verbringen würde, wo ich genau dasselbe tun könnte, ohne auf Menschen und Umgebung verzichten zu müssen.

Aber ich will hier nicht jammern, denn schließlich zwingt mich ja niemand. Ich könnte es ja sein lassen und mir einen neuen Job suchen. Außerdem gehöre ich noch nichtmal zu den Leuten, die wirklich Kilometer fressen, um zu arbeiten.

Wo das alles mal enden wird, wenn wir es immer weiter auf die Spitze treiben? Wenn wir immer mobiler werden? Wenn wir immer mehr und immer weiter reisen, um zu arbeiten? Ich hab nicht den leisesten Schimmer. Aber das Beispiel im folgenden Kurzfilm ist so schön umgesetzt wie es traurig ist. Wobei… Nein. Es ist noch viel trauriger.

Aber trotzdem schön.


The Record Keeper ist ein Kurzfilm von Dave Bundtzen.

(via filmshortage.com)

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